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Moderne Wärmeerzeuger für das Allwetterbad Warstein

„Eine wohltuende Auszeit vom Alltag“ – mit diesem Slogan wirbt das Allwetterbad Warstein inmitten des schönen Sauerlandes. Damit sich die Gäste auch in Zukunft wohlfühlen, wurde 2017/2018 die gesamte Heizungsanlage erneuert und die Trinkwasserbereitung modernisiert. Die beengten Platzverhältnisse konnten durch die optimale Zusammenarbeit der Baubeteiligten und die kompakten Wärmeerzeuger gemeistert werden. NFG sorgte mit verschiedenen Serviceleistungen, unter anderem als technische Schnittstelle bei Fragen in den Bereichen zwischen Abgas und Kessel, für einen reibungslosen Projektablauf.

Starke Partner für noch mehr Spaß im Bad

Seit der Eröffnung im Jahr 1998 sorgt das Allwetterbad in Warstein für entspannte Stunden. Insgesamt stehen den Badegästen vier Schwimmbecken zur Verfügung. Wasserfälle, ein Strömungskanal und Rutschen begeistern ebenso wie die Saunalandschaft. 2016 entschied sich die Stadt Warstein als Bauträger für eine Modernisierungsmaßnahme. Im Kern: Austausch der vorhandenen Kesselanlage inklusive Optimierung der gesamten Heizungsverteilung, Umstellung der Trinkwarmwasserbereitung auf ein bevorratungsloses System sowie Optimierung der Regelungstechnik. Im Fokus stand, eine dem aktuellen Bedarf angepasste Wärmeversorgung zu gewährleisten, um Energie einzusparen und das Bad wirtschaftlicher zu betreiben. Darüber hinaus musste ein System gefunden werden, das auf wenig Raum funktioniert und eine Sanierung im laufenden Betrieb zuließ.

NFG stellte dem Planer die Ausschreibungstexte zusammen und aufbereitet zur Verfügung und sorgte für einen kompakten Überblick über die Angebote. Als Schnittstelle zwischen Herstellern, Planern, Bauherren und Fachhandwerkern koordinierte und sorgte das Netzwerk für Gebäudetechnik für reibungslose Abläufe und zusammen mit ihren Großhandelspartnern für eine punktgenaue Logistik.   

 

Brennwertanlage von BRÖTJE

Durch die unterschiedlichen Besucherzahlen und die damit verbundenen schwankenden Leistungsanforderungen entschied sich das beauftragte Planungsbüro Kombiplan für eine zeitgemäße Gasbrennwert-Zentrale. Die zwei Niedertemperaturkessel aus den 90er Jahren mit insgesamt 1.665 kW wurden gegen SGB-Geräte aus dem Hause BRÖTJE ausgetauscht. Zum Einsatz kamen drei SGB 260 und ein SGB 215 mit einer Gesamtleistung von rund 968 kW. Die in Kaskade geschalteten Wärmeerzeuger passen sich mit einem Modulationsbereich von 16 bis 100 % dem schwankenden Energiebedarf des Gebäudes an. Ein weiterer Vorteil der Kaskadenlösung: Sollte ein Wärmeerzeuger ausfallen, lässt sich die Wärmeversorgung mit den weiteren Geräten problemlos aufrechterhalten. So ist der Heizungsbetrieb durchgehend garantiert.

Installation mit Hürden

Eine besondere Herausforderung waren die Platzverhältnisse. Die gesamte Kesselanlage musste durch die teils schmalen Gänge der Versorgungsräume zu ihrem Aufstellort im Keller transportiert werden. Im Heizungsraum wurden die Wärmeerzeuger auf einzelnen Kesselpodesten nebeneinander positioniert. Es erfolgte ein provisorischer Anschluss der neuen Kesselanlage an den bestehenden Verteiler. Bis zur Umstellung wurden die alten Kessel weiterbetrieben. Das ermöglichte einen nahtlosen Übergang und sorgte für Freiräume bei der Installation der neuen Hydraulik inklusive neuer Verteilung. Hierzu gehörte auch, dass bereits bestehende BHKW in das neue Netz mit einzubinden. Die KWK-Anlage wird als Hauptkessel eingesetzt und wurde bereits im Jahre 2004 installiert.

Um die Anlage möglichst kühl und damit effizient zu fahren, setzten die Planer auf eine hydraulische Trennung zwischen den Hoch- und Niedertemperaturkreisen – also zwischen BHKW- und Gas-Brennwertkessel-Kreis: Entweder versorgen die hauptsächlich für die Beckenbeheizung und die optimierten RLT-Geräte eingesetzten SGB-Geräte den neu errichteten Heizungsverteiler über eine hydraulische Weiche oder es werden die vier 2.000-Liter-Pufferspeicher versorgt, die als Zwischenspeicher dienen. Von dort beziehen auch die neuen Frischwasserstationen ihre Energie.

 

Komfort und Effizienz

Besondere energetische Vorteile bietet die serienmäßig eingebaute Kaskadenregelung. Dank ihr kann ein oder mehrere Wärmeerzeuger bedarfsgerecht und nach Wärmeanforderung geschaltet werden. In Warstein reduzierten die Betreiber ihre Kosten gegenüber der alten Anlage um rund 30.000 Euro im Jahr. Heizungsbaumeister Christof Mestermann: „Überdies sorgte die gute Vorplanung und Unterstützung von Axel Rarbach, Key-Account-Manager bei der NFG West und die exzellente Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten für ein schnelles und sauberes Ergebnis.“